Familienrecht

Familienrecht allgemein


Teil des Zivilrechts ist das Familienrecht. Es regelt die Rechtsverhältnisse zwischen den Familienangehörigen (Ehepartner, Eltern, Kinder, Verwandte). Des Weiteren sind Bestimmungen zu Vormundschaft und Pflege geregelt. Konkret


beinhaltet das Familienrecht Bestimmungen zum Verlöbnis, Hochzeit, Ehe, nichteheliche Lebensgemeinschaften, Kindschafts- und Verwandtschaftsrecht, Adoption, Scheidung, Unterhalt, Betreuung und Pflege.

Scheidungsangelegenheiten sind ein Schwerpunkt des Familienrechts:


Versorgungsausgleich

Der Gesetzgeber sieht vor, dass die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften auf beide Ehegatten zu gleichen Teilen aufgeteilt wird. Das geschieht über den sog. Versorgungsausgleich.

Üblicherweise ist die auf den Ehepartner übertragene Rente dann endgültig verloren. Aber:

In bestimmten Ausnahmefällen haben Sie die Möglichkeit, diesen zu Ihren Lasten durchgeführten Versorgungsausgleich wieder rückgängig zu machen. Gem. § 37 Abs. 1 VersAusglG kann die Kürzung Ihrer Rentenanwartschaften wieder aufgehoben werden, wenn der ausgleichsberechtigte Ehegatte verstorben ist und noch nicht länger als 36 Monate selbst Rente bezogen hat. Die Aufhebung erfolgt allerdings nicht automatisch, sondern nur auf besonderen Antrag.


Hausratsteilung

Wer löst evtl. aufgenommene Schulden ab? Wie sollen die Sparkonten verteilt werden? In welcher Höhe besteht Ausgleichspflicht gegen die Anderen im Rahmen eines Zugewinnanspruchs?


Zuweisung der ehelichen Wohnung

Es muss geregelt werden, wer die Wohnung behält oder erhält.


Unterhaltszahlung an Kinder / Ehegattenunterhalt

Wer muss an wen wieviel Unterhalt zahlen? Berechnung und Durchsetzung von Ehegatten- und Kindesunterhalt oder auch Abwehr unberechtigter Forderungen?

Im Unterhaltsrecht haben sich zum Teil erhebliche Änderungen in den letzten Jahren ergeben. Wie diese sich im Einzelfall auswirken, können wir Ihnen gern im Rahmen eines Besprechungstermin erläutern.

Auch für das Jahr 2017 wurde die Düsseldorfer Tabelle hinsichtlich der Zahlbeträge wieder angepaßt. Inzwischen liegt auch die Düsseldorfer Tabelle 2018 vor
Neue Anpassungen für die Düsseldorfer Tabelle wird es dann voraussichtlich zum 01.01.2019 geben. Nachdem der Bundesjustizminister die entsprechenden Verodnungen verkündet hat, betragen die Mindesbeträge (100 % der Düsseldorfer Tabelle)

in der 1. Altersstufe (1-5 Jahre) ab 01.01.18 348 € und ab 01.01.2019 358 € (2017: 342€)

in der 2. Altersstufe (6-11 Jahre) ab 01.01.18 399 € und ab 01.01.2019 406 € (2017: 393 €)

in der 3. Altersstufe (12-17 Jahre) ab 01.0118 467 € und ab 01.01.2019 476 € (2017: 460 €)

Der jeweilige Zahlbetrag errechnet sich durch Abzug des jeweils halben Kindergeldes.

Achtung! Die neuen Mindestbeträge können nicht einfach in die alte Düsseldorfer Tabelle übertragen werden, da es auch strukturelle Änderungen gegeben hat. Nähere Einzelheiten dazu siehe ----> hier.


Vereinbarung über den Aufenthaltsort der Kinder

Wer erhält das elterliche Sorge- bzw. Aufenthaltsbestimmungsrecht?


Mediation

Trennung und Scheidung müssen nicht unbedingt streitig ausgetragen werden. Zwar ist das Scheidungsverfahren selbst dem Gericht vorbehalten. Aber die Vorbereitung kann einvernehmlich geschehen. Das gilt auch dann, wenn zunächst einmal keine Einigkeit über Regelungen für die Zukunft bestehen. Im Rahmen einer Mediation kann versucht werden, derartige einvernehmliche Regelungen herbeizuführen. Auch wenn es meist sinnvoll ist, dass auch eigene Rechtsanwälte eingeschaltet werden, kann ein Mediationsverfahren oft viel Geld sparen.

Wir bieten Mediationsverfahren seit 1992 erfolgreich an.

Wenn Sie Interesse haben, setzen Sie sich bitte mit RA Lucke in Verbindung, um weitere Einzelheiten abzuklären.


(C) 2008 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken